Arbeitssicherheit im GaLaBau – So bleiben Sie geschützt!

Arbeitssicherheit im GaLaBau umzusetzen, schützt Ihre Mitarbeitenden vor Verletzungen und gesundheitlichen Schäden – und gleichzeitig erhöht sie auch die Arbeitszufriedenheit. Erfahren Sie hier, worauf Sie beim Arbeitsschutz im Garten- und Landschaftsbau achten müssen!

Das Wichtigste zur Arbeitssicherheit im GaLaBau in Kürze

  • Arbeitgeber sind nach § 5 Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen.
  • Schutzmaßnahmen folgen einer festen Hierarchie: Zuerst müssen technische und organisatorische Abläufe ausgeschöpft werden, bevor personenbezogene Maßnahmen als Lösung zum Einsatz kommen.
  • Vielfältige Gefahrenquellen: Die Risiken reichen von biologischen Gefahren und Witterungseinflüssen (Hitze/UV-Strahlung) bis hin zum Umgang mit Gefahrstoffen wie Düngemitteln oder Abgasen.
  • Besondere Vorsicht gilt bei kraftbetriebenen Geräten und der Baumpflege (Sturzgefahr, Schnittverletzungen). Hier sind Fachkunde, sichere Standplätze und die Prüfung der Geräte vor Arbeitsbeginn essenziell.
  • Je nach Tätigkeit ist das konsequente Tragen von PSA zum Schutz vor schweren Verletzungen zwingend erforderlich.
Arbeitsschutz im Galabau: Schriftzug vor einer Frau mit Schutzhelm

Mitarbeiter im Garten- und Landschaftsbau haben es jeden Tag mit den unterschiedlichsten Maschinen und Fahrzeugen zu tun. Allein deswegen sind die Gefährdungen und Unfallgefahren vielfältig, insbesondere wenn Maschinen nicht korrekt bedient oder nicht regelmäßig geprüft werden. Aber nicht nur der richtige Umgang mit Vorrichtungen muss gelernt werden – der Arbeitsschutz ist auch wichtig, um sich vor längerfristigen gesundheitlichen Schäden zu schützen, die sich nur mit der Zeit entwickeln. So berichtet die SVLFG: Zu den häufigsten Berufskrankheiten im GaLaBau gehören Lärmschwerhörigkeit, Hauterkrankungen und Atemwegserkrankungen. Auch Erkrankungen der Lendenwirbelsäule, die sich durch jahrelanges Heben oder Tragen von Lasten entwickeln, sind besonders häufig.

Wir führen Sie in die Arbeitssicherheit im GaLaBau ein – von den Gefährdungen, die Ihnen im Alltag begegnen, bis zu Schulungen und Maßnahmen, die Sie umsetzen können. Erfahren Sie alles darüber, wie Sie sich und Ihre Mitarbeitenden schützen!

Welche Gesetze müssen zum Arbeitsschutz im Garten- und Landschaftsbau beachtet werden?

Wie in jedem Arbeitsbereich ist die Arbeitssicherheit auch im GaLaBau im Arbeitsschutzgesetz geregelt. Nach § 12 Abs. 1 ArbSchG heißt es, dass der Arbeitgebende dafür verantwortlich ist, seine Beschäftigten über ihre Sicherheit und den Gesundheitsschutz zu unterweisen.

Nach § 5 ArbSchG ist der Arbeitgeber ebenfalls dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Diese dokumentiert mögliche Gefährdungen bei der Arbeit und wie man sie durch geeignete Schutzmaßnahmen vermeiden kann.

Ein Muster für eine Gefährdungsbeurteilung im GaLaBau finden Sie beispielsweise auf der Homepage der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau!

Welche Sicherheitsvorkehrungen sind im Garten- und Landschaftsbau vorzunehmen?

Die Gefährdungen im Garten- und Landschaftsbau sind so vielfältig wie der Arbeitsbereich selbst – dementsprechend gibt es unzählige Maßnahmen, die in Frage kommen, um Ihre Mitarbeitenden zu schützen. Damit eine gute Grundlage für den Arbeitsschutz gelegt wird, sollten die Maßnahmen in alle Prozesse der Arbeit eingebunden werden.

Im Folgenden stellen wir Ihnen eine ausgewählte Anzahl an speziellen Gefährdungen des Garten- und Landschaftsbaus vor – von biologischen Gefährdungen im Freien bis hin zu Gefahrstoffen bei der Arbeit mit Stoffen.

TOP-Prinzip

Vorkehrungen für die Arbeitssicherheit im GaLaBau orientieren sich – wie in anderen Branchen auch – am bewährten TOP-Prinzip. Das heißt: Vor organisatorischen und persönlichen Maßnahmen werden technische Maßnahmen geprüft und umgesetzt.

Im ersten Schritt wird daher betrachtet, welche Vorrichtungen oder eingesetzten Arbeitsmittel durch sicherere oder geeignetere Lösungen ersetzt beziehungsweise verbessert werden können. Anschließend ist zu prüfen, ob sich Arbeitsabläufe so gestalten lassen, dass die Belastung für die Mitarbeitenden reduziert wird. Erst wenn technische und organisatorische Möglichkeiten ausgeschöpft sind, werden persönliche Maßnahmen als ergänzende Schutzvorkehrung betrachtet.

1) Biologische Gefährdungen bei Arbeiten im Freien

Bei Arbeiten in der Grün- und Landschaftspflege sind Beschäftigte unterschiedlichen biologischen Gefährdungen ausgesetzt, da sie in Lebensräumen vieler Pflanzen und Tiere tätig sind.

Besonders relevant sind durch Zecken übertragene Krankheiten, vor allem die in Süddeutschland weit verbreitete Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Auch andere Krankheiten bilden eine Gefahr: Beispielsweise Tetanus-Erreger, die über kleinste Hautverletzungen eindringen. Zudem besteht durch Insektenstiche oder Kontakt zu Pflanzen die Gefahr schwerer allergischer Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock. Eine besondere Gefährdung geht beispielsweise vom Eichenprozessionsspinner aus, dessen Raupen Hautreizungen, Augen- und Atemwegsentzündungen auslösen können.

Maßnahmen:

Ein wirksamer Schutz gegen biologische Gefährdungen erfordert konsequente Hygienemaßnahmen, arbeitsmedizinische Vorsorge und persönliche Schutzausrüstung:

  • Um Insektenbisse zu vermeiden, sollten Mitarbeiter auf geschlossene Kleidung setzen und Insektenschutzmittel verwenden.
  • Die Kleidung und Haut sollte nach der Arbeit abgesucht werden, damit Zeckenstiche frühzeitig erkannt werden – Zecken sollten schnell und vorsichtig entfernt werden.
  • Bei Symptomen und Komplikationen, wie Wanderröte oder Fieber, muss ein Arzt aufgesucht werden.
  • Durchstichfeste Schutzhandschuhe helfen gegen Hautverletzungen.

2) Umgang mit kraftbetriebenen Maschinen, Geräten und Werkzeugen

Risiken beim Umgang mit Maschinen und Geräten ergeben sich insbesondere durch fehlende oder mangelhafte Schutzausrüstung – oder auch durch unzureichende Qualifikation und unsachgemäße Bedienung der Geräte. Das hat beispielsweise Verletzungen wie Schnitt- oder Quetschverletzungen zur Folge. Auch der Kontakt mit heißen oder sich drehenden Maschinenteilen sowie unachtsames In-Bewegung-Setzen von Maschinen kann gefährlich sein. Zu langfristigen Folgen gehören außerdem Gesundheitsschäden durch Lärm oder Motorabgase oder Überlastungen des Muskel-Skelett-Systems.

Maßnahmen:

Technisch ist sicherzustellen, dass Maschinen dem Stand der Technik entsprechen und die geltenden Beschaffenheitsanforderungen erfüllen. Die bestimmungsgemäße Verwendung ist konsequent nach Herstellerunterlagen einzuhalten.

  • Ungeschützte oder unkontrolliert bewegte Maschinenteile sowie Materialien müssen zuverlässig gesichert werden.
  • Organisatorisch ist darauf zu achten, dass ausschließlich gesundheitlich geeignete, geschulte und schriftlich beauftragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fahrzeuge und Maschinen bedienen.
  • Kraftbetriebene Maschinen sind vor Arbeitsbeginn auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu prüfen; bei festgestellten Mängeln ist die Maschine unverzüglich stillzulegen und die zuständige Führungskraft zu informieren, damit weitere Maßnahmen eingeleitet werden können.
  • Ergänzend dazu sind personenbezogene Maßnahmen erforderlich: Beschäftigte müssen mindestens einmal jährlich unterwiesen und die Durchführung der Unterweisung dokumentiert werden.
  • Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass die zur Verfügung gestellte persönliche Schutzausrüstung konsequent getragen wird.

Arbeitssicherheit GaLaBau: Person schneidet mit Motorsäge einen Stamm © Parilov / stock.adobe.com

3) Sicherheitsmaßnahmen bei der Baumpflege

Die Baumpflege gilt als eine der gefährlichsten Arbeiten im Gartenbau. Laut SVLFG wurden 2022 2.139 Unfälle in der Baumpflege und bei der Baumfällung gemeldet. Gerade hier ist Fachkunde gefragt – und auch Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein. Zu den Gefahren gehören hier der Umgang mit Motorsägen, aber auch Pflegearbeiten am Stamm und in der Baumkrone. Zum Teil sind spezielle Schnitt- und Abseiltechniken erforderlich. Hierbei kommt es beispielsweise zu Schnittverletzungen oder Unfällen durch herabfallende Äste und Stammteile.

Maßnahmen:

  • Für den Baumschnitt eignen sich Handsägen, Teleskopsägen und Astscheren – nicht immer braucht es eine Motorsäge.
  • Gefahrenbereiche, wo Äste oder Stammteile herabfallen können, müssen freigehalten werden.
  • Ein sicherer Standplatz muss gewährleistet werden, beispielsweise durch nicht rutschigen Erdboden, Spezialleitern für Baumarbeiten, Arbeitskörbe oder Gerüste. Bei einem Standplatz ab 2 Meter Höhe müssen dafür Sturzsicherungen verwendet werden

4) Schnitt- und Mäharbeiten

Bei Schnitt- und Mäharbeiten kommen viele Geräte zum Einsatz: bei kleinflächigen Arbeiten Sichel- oder Mulchmäher oder bei größeren Flächen Aufsitzrasenmäher oder Schlepper mit Anbaumähgeräten. Obwohl alle Geräte mit moderner Sicherheitstechnik ausgestattet sind, besteht trotzdem ein erhebliches Verletzungsrisiko bei Bedienungsfehlern. Oftmals kommt es zu Hand- oder Fußverletzungen – aber auch zu Augen- und Beinverletzungen wegen Fremdkörpern, die hochgeschleudert werden, und Gehörschädigungen durch Lärm.

Maßnahmen:

  • Vor Arbeitsbeginn müssen die Arbeitsgeräte und ihre Sicherheitseinrichtungen auf ihren Zustand überprüft werden. Mähgeräte mit beispielsweise beschädigten Messern dürfen nicht genutzt werden, bis diese ausgewechselt sind.
  • Wenn Verstopfungen beseitigt werden oder die Schnitthöhe verstellt wird, muss der Motor abgestellt sein und das Werkzeug stillstehen.
  • Fremdkörper, wie beispielsweise Äste, Steine oder Glasflaschen, müssen zuvor von der Arbeitsfläche geräumt sein.
  • Die Fahrgeschwindigkeit von Aufsitzrasenmähen müssen den Geländeebenheiten angepasst sein.
  • Tragegurte und Griffe müssen der Körpergröße entsprechend eingestellt werden.

5) Gefahrstoffe im Garten-/Landschaftsbau

Im Landschafts- und Gartenbau kommen täglich Stoffe zum Einsatz, die sich auf die Gesundheit oder Umwelt auswirken können: Reinigungsfette, Desinfektionsmittel, aber auch Düngemittel und Maschinenabgase können Grund für Vergiftungen oder chronische Erkrankungen sein.

Maßnahmen:

  • Wenn möglich, sollten Gefahrstoffe durch Alternativen ausgetauscht werden, die nicht oder weniger gefährlich sind, beispielsweise benzolfreie Kraftstoffe.
  • Mitarbeitende sollten über ein Gefahrstoffverzeichnis jederzeit einen Überblick behalten können. Dort werden verzeichnet: Bezeichnungen der genutzten Gefahrstoffe, deren gefährliche Eigenschaften, der Arbeitsbereich und Verweise auf Mengen und das Sicherheitsdatenblatt.
  • Gefahrhinweise des Herstellers müssen bei der Arbeit beachtet werden. Dazu gehören Hazard-Statements und Sicherheitshinweise.
  • Die Mitarbeiter müssen auf Grundlage einer speziellen Betriebsanweisung unterwiesen werden.
  • Gefahrstoffe sollten nach Möglichkeit in ihren originalen Behältern aufbewahrt werden oder mindestens die Sicherheitskennzeichnung des Originalgebindes aufweisen.

Weiterführende Inhalte zur Arbeitssicherheit im GaLaBau

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung stellt in der DGUV Regel 114-610 “Branche Grün- und Landschaftspflege” die Grundlagen der Arbeitssicherheit im Detail vor – sowie Übersichten zu Betriebsanweisungen im Gartenbau. Diese neue Ausgabe löst die bisherige DGUV Information 214-057 ab.

Welche persönliche Schutzausrüstung und -kleidung ist im GaLaBau wichtig?

Zwar gilt es, persönliche Maßnahmen erst nach technischen und organisatorischen Maßnahmen durchzusetzen – allerdings heißt das nicht, dass sie außer Acht gelassen werden dürfen. Als Arbeitgeber sind Sie dazu verpflichtet geeignete PSA zur Verfügung zu stellen, die Sie in Ihrer Gefährdungsbeurteilung für den Gartenbau oder Landschaftsbau ermittelt haben. Zur richtigen Schutz- und Arbeitskleidung für den GaLaBau gehört alles vom Sicherheitshelm bis hin zu Sicherheitsschuhen, passend zu Tätigkeit.

  • Sicherheitshelm
    • Bei Baum- und Bauarbeiten
    • Gegen Kopfverletzungen durch herabfallende Gegenstände

    Als Sicherheitshelme eignen sich je nach Arbeit beispielsweise Industrieschutzhelme mit Schirm im Nacken oder auch Bergsteigerhelme sowie Anstoßkappen. Wichtig: Kunststoff altert – deswegen sollte der Helm nach Herstellerangaben nach einiger Zeit ausgetauscht werden.

  • Haarschutz
    • Bei der Nutzung von schnell laufenden Werkzeugen, wie Standbohrmaschinen
    • Gegen Aufwickeln der Haare

    Haargummis allein reichen nicht für einen sicheren Haarschutz aus! Hier gilt es, die Haare unter Haarnetz oder Mütze zu verstecken, damit sie sich nicht in Werkzeugen verheddern.

  • Schutzbrille
    • Bei der Nutzung von Schneide- und Schleifwerkzeugen oder ätzenden Substanzen
    • Gegen Fremdkörper, die ins Auge gelangen können

    Die Schutzbrille sollte immer dicht anliegen. Für einen besseren Tragekomfort haben qualitative Schutzbrillen eine hohe Kratzfestigkeit oder Antibeschlag-Gläser. Achten Sie bei der Kennzeichnung auf Angaben, wie mechanische Festigkeit oder Stoßgrad, damit die Brille zu Ihrer Tätigkeit passt.

  • Handschuhe
    • Bei Steinarbeiten, Maschineneinsatz, Umgang mit dornigen Pflanzen oder gegen Hautkrankheiten durch die Arbeit mit Gefahrstoffen
    • Gegen Schnitte, Quetschungen oder Stöße

    Bei leichter oder mittlerer mechanischer Beanspruchung eignen sich Polyamid- oder Polyurethan-Handschuhe. Diese stellen auch weiterhin die Tastempfindung sicher. Handschuhe aus Baumwolltrikot mit Nitrilbeschichtung hingegen schützen ebenfalls vor Feuchtigkeit.

  • Gehörschutz
    • Bei Arbeiten im Straßenverkehr, mit lauten Arbeitsmitteln oder bei dauerhaftem Lärm
    • Gegen laute Maschinen oder langfristigen Lärmstress

    Gehörschutz gewährleisten viele persönliche Schutzmittel: Ohrstöpsel, Kapseln oder Otoplastiken können je nach Tragekomfort eingesetzt werden. Wichtig ist dabei, dass nicht bei bestimmten Arbeiten die Kommunikation unter Mitarbeitenden eingeschränkt wird, sondern das Gehör lediglich geschützt wird. Oder bei Straßenarbeiten: spezieller Gehörschutz, durch den man Signale von Rettungsfahrzeugen hört.

  • Sicherheitsschuhe
    • In allen Bereichen des Garten- und Landschaftsbaus
    • Für sicheren Stand und gegen Fußverletzungen

    Verschiedene Kategorien von Sicherheitsschuhen helfen bei verschiedenen Arbeiten des GaLaBaus. Für die Baumpflege eignen sich beispielsweise Schuhe der Kategorie S3 oder S5, die gegen Durchstich halten. Für andere Arbeiten eignen sich Schuhe, die mindestens der Kategorie S2 oder S4 angehören.

Was muss man bei Witterungseinflüssen im GaLaBau beachten?

Bei Witterungseinflüssen denkt man direkt an Wind und Regen – doch auch hohe Temperaturen werden bei der Arbeit im Freien zu einer Gefahr. Mitarbeiter sind bei Arbeiten im Freien allen Wettergeschehen ausgesetzt. Auch hier gilt es, Arbeiten so umzustrukturieren und einzurichten, dass sie nicht die Gesundheit gefährden:

Gefahren

Maßnahmen

Sonnige Tage und Hitze

Sonnenbrand, Dehydrierung, Hitzeschlag

  • Beschattungen und gekühlte Pausenräume einrichten
  • Getränke zur Verfügung stellen
  • Arbeitszeiten umstrukturieren und Pausen einplanen
  • Schutz gegen UV-Strahlung zur Verfügung stellen
  • Mitarbeiter unterweisen

Regen und Kälte

Auskühlung, Hautbelastungen an Füßen

  • Beheizte Pausenräume einrichten
  • Möglichkeiten zum Trocknen von Arbeitskleidung einrichten
  • Kleidung gegen Regen und Kälte zur Verfügung stellen

Unwetter

Direkte Gefahr durch Blitzschlag oder indirekt durch beispielsweise abgebrochene Äste

  • Arbeiten einstellen
  • Schutz suchen

Unterweisung zur Arbeitssicherheit im Gartenbau: Was muss man beachten?

Vorkehrungen sind das A und O bei der sicheren Arbeit – damit diese einen Effekt haben, müssen sich alle Mitarbeiter im Gartenbau und Landschaftsbau einer Sicherheitsunterweisung unterziehen. Es gibt zwar keine bestimmten vorgeschriebenen Unterweisungen, aber sie müssen sich an den Gefährdungen orientieren, die in der Gefährdungsbeurteilung ermittelt worden sind – sowohl über die arbeitsplatzbezogenen als auch die tätigkeitsbezogenen Gefährdungen.

Mitarbeiter müssen wissen...

  • ... wie sie mit Maschinen und Werkzeugen umgehen sollen,
  • ... wie sie Substanzen, wie Pestizide oder Düngemittel, anwenden,
  • ... wie man Schutzausrüstung verwendet,
  • ... was man in Notfallsituationen macht (Brandschutz und Erste-Hilfe).

Dabei ist aber nicht nur die Erstunterweisung vor Aufnahme der Beschäftigung wichtig, sondern auch regelmäßige Wiederholungsunterweisungen. So weiß jeder Mitarbeiter, worauf bei Arbeitsabläufen zu achten ist, wodurch die Qualität der Arbeit nicht leidet. In den Sicherheitsschulungen werden allgemeine Gefahrenstellen thematisiert sowie die für die Arbeit geltende Gefahrenbeurteilung.

Welche Sicherheitsschulungen gibt es?

Mitarbeitende können in verschiedenen Sicherheitsschulungen im richtigen Umgang mit Werkzeugen und Maschinen oder zur Durchführung von Arbeiten gefördert werden. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege bietet beispielsweise einen Seminarblock speziell für die Sicherheit und Gesundheit im Garten- und Landschaftsbau an.

Fazit: Arbeitsschutz im GaLaBau muss gut vorbereitet werden

Welche Gefährdungen gibt es bei der Arbeit im GaLaBau? Das Arbeitsgebiet im Garten- und Landschaftsbau ist so breit gefächert, dass es keine pauschale Antwort darauf gibt – die Gefährdungen und ihre entsprechenden Maßnahmen unterscheiden sich je nach Aufgabenfeld. Daher sind eine genaue Gefährdungsbeurteilung und die Unterweisung der Mitarbeiter im Betrieb das Wichtigste, um Unfälle und auch langfristige Gesundheitsschäden zu vermeiden. Daher heißt es auch, präventiv zu handeln. Technische Lösungen und klare Abläufe machen die Arbeitssicherheit im GaLaBau zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags.

Mehr zum Thema Arbeitssicherheit lesen? Erfahren Sie in unserem Ratgeber alles zum Brandschutz auf der Baustelle! Oder entdecken Sie, wie Sie Arbeitssicherheit auch im Tiefbau umsetzen können.

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Online-Redakteurin Bea Balode
Bea Balode

In ihrer Arbeit als Online-Redakteurin verfasst Bea Balode qualitative Inhalte und Ratgeber für greenprofi. Es bereitet ihr Freude, Leser:innen komplexe Themengebiete verständlich und anschaulich nahezubringen. Besonders gerne beobachtet sie Entwicklungen im Vergaberecht und interessiert sich für die nachhaltige Zukunft des Bauens. Ihre Begeisterung für sprachliche Gestaltung verbindet sie mit SEO-Knowhow und Kenntnissen aus ihrem sprachwissenschaftlichen Studium in Germanistik und Anglistik. Auch in ihrer Freizeit entwickelt sie gerne Story-Konzepte und setzt sie in kreativem Schreiben um.